Verfasst von: mordad | Mai 24, 2009

Ich habs kommen sehen….

sagte die dicke Frau mit der Brille. Früher oder später musste es passieren.

Liebes ZDF,

ich wünsche euch größtmögliche Erfolge und möchte auch gar nicht den immer unzufriedenen Kritiker spielen, eure Intention war von gutem Willen geprägt.

Dennoch.

Mit der angekündigten „Heute Show“ prognostiziere ich euch ein neues Quotengrab. Ich erzähl euch auch kurz warum ich das denke. Die „Heute Show“ ist soweit ich das verstanden habe eine Kopie der „Daily Show“ die seit über einer Dekade erfolgreich in den USA läuft. Sicher, man kann Formate kopieren, doch sollte man vorher überlegen warum sie erfolgreich sind.

Wichtig: Protagonisten!
Was Sat.1 mit ihren IT-Spezialisten falsch gemacht hat? Wer sich einmal das britische Original angeschaut hat, weiß was. Dort spielen Schauspieler die gehen, reden, atmen wie „Standard-Nerds“ – die deutsche Variante war dann leider eher eine unkomische Laiendarstellung von Salto Postale, denn die Schauspieler wirkten wie vom Amt, nicht wie Technik-Freaks.

Für eine Nachrichten-Parodie benötigt man demzufolge einen guten Moderator plus Außenreporter. Was haben wir da: Auf der einen Seite haben wir Jon Stewart den Mimikkönig, den kleinen schelmischen Jungen der gleichzeitig als harter Journalist durchgehen würde. Und dann ist da noch Oliver Welke. Der dicke Junge aus Harsewinkel.

Nichts gegen dich Oli, im Bereich Sport bist du sogar mit flotten Sprüchen recht witzig. Doch eine Nachrichten-Satire benötigt einen Moderator, der gleichzeitig Anchorman-Ersatz für Peter Klöppel sein könnte, weil er in der Lage ist witzig zu sein und harte Fragen zu stellen. Jemanden, der das Image verkörpert, jemanden den wir in Deutschland zur Zeit nicht haben.

Auch die Außenreporter sind wichtig, statt einem begnadeten John Oliver haben wir Christian Ehring, sorry aber war Kurt Krömer nicht verfügbar? Durch Dietrich Hollinderbäumer könnte man eventuell noch Hoffnung schöpfen, abhängig vom geschriebenen Skript natürlich.

Wichtig: Inhalte!
Klar, wir haben Superwahljahr, Superjubiläumsjahr und das gibt schon ein bisschen politischen Stoff. Nur, was ist nächstes Jahr? Oder plant ihr von vornherein ein, dass die Show nicht so lange laufen wird?

Und was dazu kommt: ich bin froh und dankbar dafür, aber die deutsche Politik und das deutsche Mediensystem sind viel zu rational, als dass man sie lustiger als ein politisches Kabarett nachts im Dritten oder die tausendste 9-Live Switch-Parodie aufbereiten könnte.

Was die Daily Show anders macht? – Die Politik der USA und deren Akteure spotten jeder Beschreibung, und sorgen so quasi täglich für Zündstoff. Die Fernsehsender reichen von Erz-Konservativ bis Ultra-Demokratisch und bieten täglich Steilvorlagen für Satire. Die schlichte Differenz zwischen Kultur und politischem System der USA und dem Deutschlands, trennen die möglichen lustigen Inhalte um Welten.

Alles in allem liebes ZDF-Team, möchtet ihr eine Idee umsetzen für die ihr weder Inhalt noch Protagonisten habt. Ihr kommt also ohne Hemd und Schuhe zum Bewerbungsgespräch beim Zuschauer. Und angelehnt an „Das Streben nach Glück“ kann ich euch nur wünschen, dass ihr wenigstens ein paar gute Autoren in der Tasche eurer verdammt schicken Hose habt, die den Mut haben, nicht nur Karnevalskalauer zu verfassen.

Verfasst von: mordad | Mai 8, 2009

Paintballverbot in Deutschland

Sehr geehrter Herr Bosbach, sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

haben sie das auch schon mal beobachtet? Jeden Sommer gibt es Zusammentreffen von Minderjährigen mit Schusswaffen. Überwiegend dann wenn es besonders heiß ist. Diese jagen sich gegenseitig um Häuserecken und feuern ohne zu zögern aufeinander. Dabei erschallt meist ein riesiges Gelächter. Pervers oder? So einfach eine Tötungshandlung zu simulieren, ohne sich dessen bewusst zu sein?

Die Minderjährigen von denen ich hier spreche meine Herren, sind Kinder, mit Wasserpistolen. Natürlich kann man das jetzt nicht vergleichen, Wasser und rasant fliegende Farbkugeln oder, ähm, nicht vorhandene Projektile wie Laser. Auch die Waffen sind ja von der Bezeichnung her.. achso, Markierer, hmm.. das klingt natürlich nicht so martialisch wie Pistole. Aber auf jeden Fall ist Paintball ja nichts für Kinder, … ach wird nur erlaubt für über 18 Jährige.

Apropos über 18 Jährige, haben sie schon mal von dem äußert schrecklichen Phänomen der sogenannten „Bundeswehr-Grundausbildung“ gehört? Nicht? Na gut dann erklär ich es Ihnen kurz. Da werden junge Menschen, sofern sie tauglich sind und keine moralischen Bedenken haben, die bei Amokläufern ja eher gering sein dürften, verpflichtet, sich unter anderem an Waffen ausbilden zu lassen. Die lernen da schießen, wir reden hier über echte Waffen, also so richtig mit Munition die nicht nur zerplatzt und Farbkleister verteilt sondern die zerfetzt und Blut freisetzt. Das steht übrigens im Grundgesetz Artikel 12a.

Also nachdem sie nun Gotcha nahezu verboten haben, wollte ich Ihnen nur einige weitere Tötungsausbildungsmaßnahmen in unserem Land schildern damit Sie gegen diese vorgehen können.

Aber mal ernsthaft, die Psyche meine Herren, ist etwas das weder sie, die Medien (von deren Berichterstattung fang ich mal gar nicht erst an), noch ich jemals erforschen, begründen oder reglementieren könnten. Sie werden sich ja sicher auch für die Verbote von Action-Filmen und Killerspielen aussprechen oder? Nun gibt es da einige Probleme:

1. Ich beispielsweise nutze diese Medien, bisweilen sogar ausgiebig, trotzdem verspüre ich irgendwie keinen Drang Menschen zu töten. Andererseits gibt es Menschen, die diese Medien nicht zu nutzen scheinen und dennoch in der Lage sind, schreckliche Taten begehen. Warum? Weil Menschen verschieden sind und man nicht in ihre Köpfe schauen kann. Das werden sie genauso sehen und daher natürlich nur dort agieren wo es in ihrer Macht steht.

Jedoch, und hier ergibt sich das zweite Problem, werden sie egal welche Gesetze und Verbote sie veranlassen, die einmal eingeführte Medienvielfalt nicht beseitigen können. Das ist wohl unserer globalisierten Welt zu schulden, denn andere Länder und deren Medienunternehmen würden ihrem Beispiel nicht einfach so folgen, die Filmindustrie der USA zum Beispiel würde sich heftig dagegen wehren und weiter Action-Filme mit fiktionaler Gewalt produzieren. Erhältlich sind diese dann zum Beispiel über das Internet.

Ach das Internet, auch so eine Plattform die sie nie ganz beherrschen werden, weil es ihnen schon am technischen Verständnis fehlt. Macht sich da ein Gefühl von Machtlosigkeit bei Ihnen breit? Das kann ich gut verstehen, keine Frage.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass sie erkennen, das egal was sie tun oder verbieten, psychisch beeinträchtigte Menschen, mit dem Willen und der Möglichkeit, die sich nicht nur aus Papas Waffenschrank sondern auch illegaler Quellen bedienen kann, nicht vorhersehbar oder aufzuhalten sind. Das mag traurig und menschenverachtend klingen, ist aber leider die Realität und der Preis der Freiheit des eigenen Handelns die in unserem Land glücklicherweise vorherrscht.

PS: Den letzten Satz sollten ich streichen, da ich ja bald nicht mehr die Freiheit besitze Paintball spielen zu gehen.

Verfasst von: mordad | Mai 5, 2009

zu viel gezwitscher…

Sparsam, so könnte man wohl den Medientreffpunkt Mitteldeutschland zusammenfassen, bei dem wir heute zu Gast waren.

Ob die vielzitierte „Krise“ auch bei den Medien-Kongressen Einzug gehalten hat, lässt sich allenfalls vermuten, es war aber eine gebräuchliche Erklärung für: weniger Gäste, geringkarätigere Podienbesetzungen und den vielleicht etwas geringeren Service über den man sich alles in allem aber nicht beschweren konnte.

Die Schuld für das erste Chaos des Tages war jedoch bei der Bahn zu suchen, die uns in Liebertwolkwitz, der Bronx Leipzigs wage ich fast zu behaupten, aussteigen ließ. – Schienenersatzverkehr. Toll: Verspätet am Hauptbahnhof, verspätet in der S-Bahn, verspätet an der mediacity.

Was uns die Laune natürlich etwas minderte, jedoch nicht verdarb.
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So schauten wir uns erstmal in Ruhe in der Lounge um, füllten die Kuli-Bestände auf, dabei wurde natürlich auch an die daheim Gebliebenen gedacht ^^, und warteten aufs Buffet.

Als dies schließlich eröffnet wurde, fiel bei jedem Deckel der von den Behältnissen genommen wurde auch die Kinnlade ein wenig runter, dafür ging mindestens eine Augenbraue nach oben. Eine Mischung aus Hackbraten, Käsespätzle, undefinierbar scharfem Nudelsalat und Gurkensalat mit Dill zierte die Teller. Eine Götterspeise aus Schnapsgläsern und Teelichthaltern bezeichnete sich als Nachspeise.

Einwurf: Das vor der Tür gegrillt wurde entdeckten wir leider viel zu spät, als wir den Hunger schon bezwungen hatten. DAMN!

Auf in die erste Diskussion über die Änderung der Zeitung in Zukunft! Vertreten waren regionale und überregionale Zeitungsvertreter. Von Hans-Jürgen Jakobs (süddeutsche.de) bis Jakob Augstein (Der Freitag). Letzterer ließ meist nur in seinem Mienenspiel erahnen welcher Meinung er war, aber was er sagte war Zündstoff. So diskutierte man über den Vorteil von Lokalblättern, dass sich laut Augstein süddeutsche.de nicht von spiegel.de abhebt, dies aber müsste um in Netz bestehen zu können und das User-generated content den Journalisten aus seiner Lehrer-Position hebeln könnte.

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Wirkliche essentielle Antworten vermisste man jedoch. Auch Jakobs’ Frage an Augstein, was der Spiegel sich mit der Toyota Werbung im Stile des eigenen Editorials gedacht habe blieb unbeantwortet, da Augstein sich trotz seiner Beteiligungen am Blatt, als falscher Adressat sah.

Nach dieser noch recht interessanten Diskussion folgte ein Podium der seltsamen Art. Mit großem technischen Aufwand (6 Flat-TVs) wurde in der Kulisse des Riverboats die Diskussion über Kommunikation (wer, wo, wie) eröffnet. Auf den TV-Geräten präsentierte man Twitter und SMS-Nachrichten aus dem Publikum. Auch wurde die Diskussion gestreamed, mit recht verwackelten Ergebnissen.

So sprang der Moderator, statt sich auf seine Gäste zu konzentrieren zwischen den Flats hin und her um parallel die einprasselnden Kommentare einzubinden. Das führte zu einer unstrukturierten, zerklüfteten Diskussion die vom 100. ins 1000. kam und ums Thema Twitter, Blog und Social network kreiselte. Die Einen folgten der zähen, weil immer wieder unterbrochenen Diskussion, während die Anderen auf die TV-Geräte starrten, wann denn wohl ihre Nachricht erscheinen würde.

So beschäftigte man sich dann, weil man eh den Faden verloren hatte, mit lieben Grüßen.

Fazit: Experiment aus meiner Sicht gescheitert, am Ende kann sich der Mensch trotz Multi-Tasking nur auf eine Sache voll konzentrieren, und dass sollte bei einer Expertenrunde die Diskussion sein. Trotz aller Euphorie für Twitter zeigte sich hier die große Schwäche des Dienstes: Die Ablenkung vom Wesentlichen.

Fühlbar geschafft von eigentlich so wenig erlebten, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Quasi auf die Sekunde, es blieb gerade noch Zeit ein paar belegte Brötchen im Bäcker-Shop am Gleis zu krallen (die man auch noch selbst einpacken musste, während inzwischen schon der Zug da war!) – bestiegen wir besagten Schienenverkehr Richtung Chemnitz.

Verfasst von: mordad | Mai 2, 2009

Wir überschreiten Grenzen, immer wieder.

… sollte vielleicht der neue Slogan der BILD-Zeitung, N24 und einiger ähnlich gelagerter Medien-Produkte werden.

Die Amokfahrt zur Parade von Königin Beatrix zeichnete erneut ein pietätloses Bild deutscher wie internationaler Medien. Die von der DPA, Reuters und anderen Agenturen verkauften Bilder zeigen Opfer und Täter aus nächster Nähe.

Die detaillierte Darstellung von Körpern, wie sie durch die Luft geschleudert werden und schließlich mit Wucht auf dem Asphalt aufschlagen, schön drapiert in einer Online-Fotogalerie oder im Großformat abgedruckt – den blutüberströmten, schwer verletzten Täter aus nicht einmal 30 cm Entfernung von den Fotografen „abgeschossen“.

Erschreckend für mich: Bis jetzt, scheint niemand sich daran zu stören. Ob der deutsche Presserat dagegen vorgeht, wie man es nach Ziffer 8 und 11 des Pressekodex vermuten sollte, hängt wohl davon ab ob jemand Beschwerde einlegt. Doch selbst dann dürfte es die deutschen Medien wohl ein müdes Lächeln kosten, denn was ist schon eine Rüge mehr oder weniger.

Einige Fragen drängen sich mir nach solchen Ereignissen, wie auch dem Amoklauf von Winnenden, auf: Hätte irgendjemand die Nachricht über die Ereignisse als weniger tragisch empfunden, wenn man keine Nahaufnahmen der Opfer und Täter oder Informationen über ihr Privatleben versendet hätte?

Ich hoffe nicht.

Hätte man auf das Veröffentlichen der Bilder und  Videos von blutenden Verletzten die um ihr Leben ringen aus Rücksicht auf Angehörige und nicht zuletzt Kinder und Jugendliche verzichten können?

Zweifellos.

Verkauft es sich besser?

Absolut.

Verfasst von: mordad | März 13, 2009

In Cramer we distrust

Gestern Abend war es so weit, der langerwartete Schlagabtausch zwischen CNBC „Mad Money“ Moderator Jim Cramer und Jon Stewart, der mit spitzer Zunge in seiner „Daily Show“ immer wieder die amerikanische Politik, Wirtschaft und Medien kommentiert, kam zu stande.

Die volle Episode ist hier zu sehen: http://is.gd/nahG

Wie kam es dazu?
Jim Cramer, Journalist und ehemaliger Hedge Fond Manager berät in seiner Show „Mad Money“ Anleger, gibt Tipps zum Aktienkauf und interviewt Insider um Transparenz in die Marktsituation zu bringen, dass ganze verpackt mit Entertainment. So zumindest das Konzept der Show auf CNBC.

Als die Finanzkrise nun immer deutlicher zu werden schien, gab Cramer trotzdem Entwarnung und brachte somit vielen Anlegern herbe Verluste ein. Immer wieder riet er den Anlegern Ruhe zu bewahren und ihre Aktien nicht zu verkaufen, obwohl die Werte absackten. Deutlich wurde dies am Beispiel von Bear Sterns, einer Investmentbank, zu deren Aktienkauf und -erhalt Cramer eine Woche vor deren Kollaps dringlich riet.

Wer waren Cramers Quellen?
Im Interview offenbart er, dass sogenannte CEOs oder Geschäftsführer der gehandelten Firmen und Banken, ihn immer wieder über ihre tatsächliche Situation belogen hätten, selbst die, die er über lange Jahre kannte. Cramer nahm diese Aussagen und verbreitete sie ohne genauere Prüfung in seiner Sendung. So wurde er instrumentalisiert um den Kurs künstlich oben zu erhalten, obwohl er es als Finanzexperte und Journalist besser hätte wissen müssen.

Doch Cramer stand nicht als alleiniger Buh-Mann vor Stewarts Fernsehgericht. Er stünde stellvertretend für den gesamten Finanzjournalismus CNBCs, klärte Stewart vor Beginn des Interviews ab. Trotz allem waren es vor allem Cramers Videoausschnitte, die Stewart in den Wochen davor immer wieder in seiner Show zeigte und damit den Ruf Cramers als Finanzexperte und den von CNBC in arge Bedrägnis brachte.

Am Ende blieb für Cramer die Erkenntnis, dass er und das Network viele Fehler hätten offenlegen müssen. Stewart riet CNBC wieder zum grundlegenden Journalismus zurück zu kehren, damit er statt solcher Themen wieder „Furzgeräusche und lustige Grimassen“ in seinen Sendungen machen könne.

Verfasst von: mordad | Februar 2, 2009

Jenny d´Elvers und die Hartz IV Empfänger

Herzlos ist sie, diese Heidi Klum. Da druckt ein Hartz IV-Empfänger aus Aue als Gefallen für eine liebe Freundin (die wirtschaftliche Zwecke damit verfolgte), ein paar Flyer mit Heidis Bild und sofort verklagt sie ihn. – So zumindest stellt es die BILD-Zeitung dar.

Die Klage umfasst das Unterlassen des Tuns, und hat Gerichtskosten von 2300 Euro zur Folge. Tragen soll die der arme mittellose Fleischer aus Aue.

Doch hey, warum muss er die wohl tragen? Richtig, weil Frau Klum im absoluten Recht ist. Genauer gesagt im Urheberrecht. Und wo kämen wir denn hin, wenn jeder der das Recht an einem Bild besitzt jemanden gewähren lässt, weil dieser mittellos und ahnungslos ist? – Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Aber zum Glück für den Urheberrechtsverletzer springt, laut BILD-Artikel von heute, Frau Jenny Elvers Elvershagen für ihn in die Presche und zahlt die Gerichtskosten. Natürlich völlig uneigennützig und ohne jeden PR-Gedanken, weil sie das auch echt gemein von der Heidi findet.

Vielleicht kann der gute Mann ja in Zukunft ihre Bilder verwenden, kostenfrei.

Verfasst von: mordad | Januar 17, 2009

QuickPress Testpilot

Gerade gelegen kommt mir diese QuickPress-Funktion, so viel zu erzählen gibt es heute nämlich nicht.

Des Nachmittags lief nebenbei der Fernseher und der Hammer wurde geschwungen bei Alexander Hold. Es begab sich also das ein Verdächtiger sein Alibi damit rechtfertigte, doch am Abend keine Folge von „Genial daneben“ zu verpassen. Eine „Sendung wo Comedians lustige Begriffe erraten müssen“ sei das. Oh und was für ein Zufall dachte ich bei mir, das diese Sendung ausgerechnet bei Sat.1 läuft. Kriegen Drehbuchautoren dabei kein schlechtes Gewissen? Höchstwahrscheinlich legt man das aber wohl ab wenn man solche Dialoge verfasst.

xoxo
Mordad

PS: In Sachsen wird es wieder laut!

Verfasst von: mordad | Dezember 13, 2008

Focus TV und die bösen Nachbarn

Um Internetmobbing ging es bei Focus TV eben, wie gut das es nach Mitternacht war. Nacke Tatsachen gabs ja genug zu sehen. Aber von vorn…

Sven P. filmt seine Nachbarin beim fluchen um es dann auf Youtube zu stellen. Focus TV stellt das Hochladen des Videos nach, nachdem es den Clip 10x wiederholt hat damit auch genügend Schimpfwörter zu hören waren. Was dann kommt ist eigentlich das größte Eigentor das man sich schießen kann. Als Sven den Titel des Videos eingeben will „Meine böse Nachbarin“, schlägt Youtube ihm vor, einen anscheinend bereits von ihm verwendeten Titel einzugeben „Meine dicke nudel“. Danke Sven, dass du das mit uns geteilt hast.

Rentner Müller ist laut rottenneighbors.com, einer Webseite die in seinen Kreisen sicher einen Bekanntheitsgrad wie MTVs Nachtprogramm hat, pädophil und noch ganz viele andere schlimme Sachen. Als er vom Fernsehteam völlig „überraschend“ dazu befragt wird, ist er die Ruhe selbst. „Ein dicker Hund“ sei das. In der Tat Herr Müller! „Was sollen die Nachbarn denken“ – sagt seine Frau. Das diese es durch den Fernsehbericht nun erst recht wissen, stört sie scheinbar weniger.

Eine Hausfrau und ihre Mutter wurden mit Anrufen terrorisiert. Warum, zeigt der Focus TV Reporter überdeutlich, indem er alle Pornobilder, die die Frau angeblich zeigen nochmal in die Kamera hält. Sogar auf Fotopapier, in Großaufnahme. Als wenn ein Bild das nicht glaubhaft genug gemacht hätte.

Ob die Redakteure des Beitrags innerlich die Listenpunkte abgehakt haben?

  • Fäkalsprache [x]
  • Viele Pornobilder [x]
  • vermeintlicher Experte [x]
  • jemand der Kohle damit macht [ ]

Oh, da fehlt noch einer.

Denn dann war da noch der Herr mit seiner Datenwachschutz-Webseite, der laut Bericht 20 Euro pro gelöschtem Bild auf einer Webseite verlangt. Wie er das macht? Er schreibt den Betreiber an und verlangt die Löschung. Eine Tätigkeit die jeder machen könnte.

Der übergroße Bildschirm in seinem Wohnzimmer, das gleichzeitig sein Büro zu sein scheint, zeigt das es aber scheinbar nicht jeder machen möchte oder kann, sonst könnte er sich wohl keinen Monitor dieser Größe leisten.

Gleichzeitig macht er dann seine Arbeitsweise quasi überdeutlich. Das Bild einer Kundin untersucht er mit Rechtsklick und Eigenschaften, findet den Titel raus, um zu suchen ob das Bild im Internet nochmal vorhanden ist.

Im gezeigten Bild der armen Melanie lautete der Titel „schlampe.jpg“. Diesen Titel sucht er dann ernsthaft bei Google. Na dann, viel Glück Herr Dedektiv.

Und danke Focus TV, für den boulevardesken Einblick in ein ernsthaftes Problem.

Verfasst von: mordad | November 2, 2008

Definiere Ironie…

Don Doane, ein 62 jähriger passionierter Hobbybowler aus Michigan, kommt der Definition ziemlich nahe.

Bei einem seiner Bowling-Abende gelang dem Amerikaner das, wovon er sein Leben lang geträumt hatte, eine perfekte 300. Das heißt, alle 12 Würfe einer Runde verwandelte er mit einem Strike. Seine Freude war so überschwänglich, dass er Minuten später an Herzversagen starb.

Trotz mehrer Versuche der Wiederbelebung, konnte Don nicht mehr ins Leben zurück geholt werden.

Seine Freunde sagen, er starb mit einem lächeln auf den Lippen. Nun sorgt er für den Donner wenn es draußen blitzt, beim Bowling mit den Engeln.

Verfasst von: mordad | November 1, 2008

„…so i could watch all my heroes sell a car on TV.“

Und dann war da noch…

JUMP Radio, die diese Woche Tickets für das Musical „Rocky Horror Picture Show“ verlosten. Einzige Bedingung, weils ja so nah an Halloween war, das Nennen der eigenen Blutgruppe. Ein Studio-Dracula hatte dann wahllos mehrere Blutproben gewählt, deren Besitzer die Tickets gewannen. Nutzen der Angabe der eigenen Blutgruppe, keiner. Außer vielleicht dem flauen Gefühl in meinem Magen, dass das Angeben solcher Daten gleichzusetzen ist mit der Frage nach Rasse, Religion oder politischer Einstellung.

Polylux, die über den Niedergang von MTV berichteten, dem ich voll und ganz zustimme. Gleichzeitig wurde erwähnt das MTV nun seine ganzen Archive online abrufbar hat. Dabei kamen ungesehene Videos von My Chemical Romance zu Tage. Warum ausgerechnet My Chemical Romance? Nun man kann im Leben auf viele Konzerte gehen, tolle Bands sehen. Aber, zumindest für mich, wird es immer nur eine Band geben bei der mein Herz mitgeht, bei der ich während des Konzerts freiwillig an meine Grenzen gehe, über die ich jeden Informationsfetzen aufsauge, sprich, die Emotionen weckt. Japp und für mich ist das MCR.

Mr. T, der um 1:30 Uhr in einer Dauerwerbesendung seine Seele an einen Dampfgarofen verkauft hat. Diese Werbesendungen sind ja an sich schon so lächerlich, dass man annimmt das nur Amerikaner und debile deutsche Rentner darauf reinfallen. An sich also nichts neues. Aber Mr. T? Diese Figur meiner frühen Kindheit, Wegbegleiter durch Sonntag Nachmittage, diesen Held der 80er nun in Schürze dümmlich lächelnd Lügen verbreiten zu sehen, tut weh. Ich weiß nicht was schlimmer ist, seine „Oh schau nur wie toll“-Kommentare oder die Synchronisation, die die selbe zu sein scheint wie der holländische „Goldständer“ in Austin Powers.

Ein Trauerspiel.

xoxo

Mordad

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